Unser Observatorium - Die Entstehung

Our Observatory - Construction history

Über die Entstehung unserer Gartensternwarte - das MeixnerObservatorium

 

 


Der Bau unserer Sternwarte, das "MeixnerObservatorium" war die Erfüllung unseres Jugendtraumes und konnte mit tatkräftiger Unterstützung unserer Söhne und Freunde verwirklicht werden.

Wer kennt das nicht, am frühen Abend ist der Himmel super klar, die Sterne leuchten in aller Pracht und man freut sich schon auf das Beobachten bzw. auf das Fotografieren.

Mann bzw. Frau trägt sein ganzes Equipment hinaus in den Garten oder packt es ins Auto und fährt an einen halbwegs dunklen Ort, alles aufgebaut und ausgerichtet und dann …… noch während man das erste Objekt anvisiert – Wolken und ehe man sich noch Gedanken machen kann ist der Himmel komplett zu.

 

Wieder alles einpacken, Frust groß und der ganze Aufwand umsonst.

 

So ist es uns etliche Male ergangen, und da wir schon viele Jahre den Wunsch nach einer eigenen Sternwarte hatten – war es bald klar, dass wir das Projekt Gartensternwarte in Angriff nehmen.

 

Nach einer intensiven Planungsphase, vielen vielen Stunden Internet-Recherche, kristallisierte sich immer mehr heraus, dass wir uns eine Rolldachhütte bauen werden – auch erhielten wir viele Tipps von Sternfreunden und so wurde die Planung etwas erleichtert.

Als erstes ging es ans Graben von unzähligen Löchern und Gruben. Das größte Loch, war dies für die Säule. Wir entschieden uns für ein Fundament von 100cm x 100cm x 100cm welches mit entsprechenden Betoneisen und einer speziellen Betonmischung (frostfest) aufgefüllt wurde.

So ein schönes Loch! Nur saublöd, dass nach 40cm schon Steine und nochmals Steine zum Vorschein kamen und so wurde das Graben eine Gemeinschaftsparty mit Familie und Freunden - Loch ist fertig, Ich -  Hände und Kreuz auch!

 

Für die Säule wurde ein im Baumarkt gekauftes Polokalrohr mit 250 mm Durchmesser verwendet und mit entsprechenden Halteeisen, sowie mit einer Verrohrung für die Elektroinstallation und den diversen Öffnungen für Steckdosen usw. versehen.

 

Weiters wurden dann sämtliche Fundamentteile mit dem speziellen Beton ausgegossen und mit Betoneisen bewährt.

 

Es wurde eine Fuhre Sand sowie 40 Säcke Zement und jede Menge Armiereisen verarbeitet - man glaubt es nicht wieviel Material für so eine Sternwarte gebraucht wird.

 

Als nächster Schritt erfolgte der Bau des Bodens, eine Holzrahmenkonstruktion, welche doppelseitig verschalt und isoliert ist und mehrfach mit einem speziellen Holzschutzmittel gestrichen wurde.

 

Währenddessen wurde eine Gartenhütte vom Ausmaß 3 x 3 m angekauft und nach etlichen Verzögerungen dann auch endlich geliefert – was viel Arbeit für meine Frau bedeutete – streichen, streichen und nochmals streichen – ich danke dafür sehr herzlich.

 

Als dann alle Zuleitungen fertiggestellt und die vielen Teile der Gartenhütte gestrichen waren, gings an den Aufbau der Hütte auf die vorbereitete Bodenkonstruktion (siehe Bilder).

 

Der schwierigste und kniffligste Teil war der Umbau des Daches auf ein Rolldach, aber auch das wurde nach ein wenig Tüfteleien sehr gut gemeistert – und nach Fertigstellung des Tragwerkes konnte es getestet werden - es hat alles auf Anhieb funktioniert.

 

Dann erfolgte noch die Adaption der Polhöhenwiege auf die Säule und die Innenausstattung, sowie etwas später noch die Dachschindeln und die Aussengestaltung.

 

Abschließend betrachtet: Es war ein wunderbares Projekt welches zwar sehr viel Zeit und einiges an finanziellen Mitteln gefordert hat, aber es hat sich in jeder Hinsicht gelohnt.

 

Die Zeit die vorher der Transport und der Aufbau in Anspruch genommen hat,  kann jetzt in Belichtungs- bzw. Beobachtungszeit investiert werden, zieht der Himmel zu - Dach zufahren und aus - seitdem ist vieles entspannter und wir können unser Hobby jetzt erst so richtig genießen.

 

Einen allzeit klaren Himmel wünschen wir Euch.


Der Bau unserer Sternwarte in Bildern - The construction of our backyard observatory in pics